Künstler*innen
Sebastian Menzke
*1979, Neubrandenburg
Germany

Berliner Patina und Hochglanz
Sebastian Menzke (1979, Neubrandenburg) bewegt sich in seinem künstlerischen Schaffen bewusst an der Schnittstelle von Malerei und Objekt. Ausgehend von der Leinwand als klassischem Bildträger entwickelt er Arbeiten, die sich über die Fläche hinaus in den Raum öffnen. Seine Werke verbinden Farbe, Material und Licht zu vielschichtigen Bildkörpern, die weniger Oberfläche als räumliche Erfahrung sind.
Menzke lebt und arbeitet in Berlin. Die Stadt ist seine zentrale Inspirationsquelle – seit seiner Zeit als Graffiti-Künstler fasziniert ihn der urbane Raum. Die Rastlosigkeit und Angespanntheit des großstädtischen Lebens entlädt sich in seinen Arbeiten ebenso wie eine gewisse Berliner Lässigkeit. Häuserfassaden, aufgeraut von Zeit, Witterung und Nutzung - die von ihm sogenannte „Berlin-Patina“ - bilden einen wiederkehrenden visuellen Resonanzraum. Es sind alltägliche urbane Eindrücke, die er mit dem Pinsel, über Schichtungen und Materialüberlagerungen, in eine eigenständige malerische Sprache übersetzt.
Charakteristisch für Menzkes Werk ist ein erweiterter Malereibegriff. Neben klassischen Leinwandarbeiten entstehen reliefartige Wandobjekte und eigenständige Arbeiten aus Epoxidharz, in denen sich malerische und skulpturale Qualitäten verbinden. Öl, Acrylspray, Harz und Fragmente anderer Bilder werden kombiniert, überlagert und neu kontextualisiert. Die Dreidimensionalität ist dabei ein wiederkehrendes Element, das bewusst eingesetzt und immer wieder perspektivisch durchbrochen wird. Die Arbeiten oszillieren zwischen Abstraktion und figürlicher Andeutung und entwickeln eine stille, spannungsvolle Dynamik.
Bereits früh wurden Menzkes Werke von öffentlichen Institutionen angekauft, darunter die Kunstsammlung Neubrandenburg, die Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe sowie die Kunstsammlung des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Sein künstlerischer Weg führte ihn über angesehene Stationen wie die Residency im Künstlerhaus Lukas (Malmö, Schweden) und zuletzt als „Rising Star Residency Artist“ an das Till Richter Museum. Seine Arbeiten sind heute in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten - ein Zeichen für die nachhaltige Relevanz seiner künstlerischen Position.
Die E30 Gallery in Frankfurt präsentiert Sebastian Menzke als eine prägnante Position zeitgenössischer Kunst an der Schnittstelle von Malerei und Objekt. Seine Werke, geprägt durch urbane Erfahrung, materielle Experimentierfreude und objekthafte Präsenz, eröffnen einen unmittelbaren, sinnlichen Zugang zur Gegenwartskunst und bieten zugleich eine konsequente, klar erkennbare künstlerische Handschrift mit institutionell verankerter Relevanz.

Werke
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